Bohrungen führen wir grundsätzlich im Trockenbohrverfahren aus - der saubersten und zugleich transparentesten Methode zur professionellen Brunnenherstellung.
Mithilfe übereinander gesteckter Vollbohrschnecken erschließen wir gezielt die wasserführenden Schichten. Das dabei kontinuierlich geförderte Bohrgut ermöglicht eine exakte Analyse der geologischen Verhältnisse sowie der Erdschichten auf Ihrem Grundstück.
Im Gegensatz zu häufig eingesetzten Spülbohrverfahren ist bei der Trockenbohrung unmittelbar erkennbar, wann Grund- oder Quellwasser erreicht wird. Diese Verfahrensweise bietet maximale Kontrolle, Transparenz und Nachvollziehbarkeit über den gesamten Bohrprozess.
Auch in Sand- und Kiesformationen lassen sich mit diesem Verfahren Brunnen sicher und präzise herstellen. Hierzu setzen wir eine temporäre Stützverrohrung ein, die das instabile Erdreich zuverlässig offenhält. Diese besteht aus Stahlrohren und dient ausschließlich der Sicherung der Bohrung bis zur endgültigen Brunnenverrohrung.
Bei Sand- und Kiesbohrungen wird zunächst mit größerem Durchmesser vorgebohrt. Nach Erreichen der Endtiefe oder instabiler Schichten werden die Stahlrohre hydraulisch in den Boden eingebracht. Innerhalb dieser Stützverrohrung erfolgt das weitere Abteufen, wobei die Rohre schrittweise mitgeführt werden - alles in einem durchgehenden, kontrollierten Arbeitsprozess.
Nach Erreichen der Zieltiefe werden die Bohrwerkzeuge entfernt und die Stützverrohrung vollständig von Bohrgut gereinigt. Dies geschieht mittels spezieller Unterdruckwerkzeuge, die über eine Seilwinde bis zur vollständigen Reinigung eingesetzt werden. Anschließend erfolgt der Einbau der eigentlichen Brunnenverrohrung sowie des Filterkieses.
Zum Abschluss wird die temporäre Stützverrohrung über der Brunnenverrohrung aus dem Bohrloch gezogen - der Brunnen ist damit fertiggestellt. Durch klar strukturierte, vorbereitete Arbeitsschritte erfolgt der gesamte Prozess effizient, kontrolliert und zügig.
Ergänzend ist hervorzuheben, dass bei der Trockenbohrung vollständig auf den Einsatz von Spülwasser verzichtet wird. Dadurch entfallen nicht nur wasserintensive Bohrprozesse, sondern auch der Einsatz von chemischen Zusätzen, die bei anderen Bohrverfahren häufig erforderlich sind. Das Erdreich wird somit nicht zusätzlich belastet und verbleibt in seinem natürlichen Zustand.
Ein weiterer Vorteil dieser Bohrmethode liegt in der sauberen und kompakten Ausführung. Da keine Spülgruben angelegt und keine Wasserbehälter oder Container aufgestellt werden müssen, bleibt das Grundstück weitgehend unberührt. Dies reduziert den Platzbedarf erheblich und minimiert gleichzeitig den organisatorischen Aufwand auf der Baustelle.
Insgesamt stellt die Trockenbohrung eine effiziente, umweltverträgliche und besonders saubere Methode der Brunnenherstellung dar, die sich durch hohe Präzision, Übersichtlichkeit und eine kompakte Baustelleneinrichtung auszeichnet.
Fe
Eisen
26 55.85Im Trinkwasser darf Eisen mit max. 0,2 mg/l enthalten sein. Bei höheren Werten treten Färbungen, Trübungen und ein unangenehmer Geschmack auf. Erhöhte Werte können ebenso Brunnenausbau, Leitungen und Heizanlagen erheblich schädigen.
Mn
Mangan
25 54.90Mangan ist in geringen Konzentrationen ein lebensnotwendiges Element. Eine chronische Aufnahme von Mangan in relativ hohen Konzentrationen kann vor allem bei Säuglingen und Kindern zu gesundheitlichen Schäden führen. Grenzwert für Mangan lt. Trinkwasserverordnung: 0,05 mg/l.
Ca
Calcium
20 40.08Calcium ist eines der wichtigsten Mineralstoffe im menschlichen Organismus. Es ist wesentlich am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt und spielt eine Rolle bei der Blutgerinnung. Bei Calciummangel kann es zu Knochenschwund und bei Kindern zu Rachitis kommen. Milch und Milchprodukte sind wichtige Calciumquellen. Neben Magnesium ist Calcium ursächlich für die Wasserhärte. Wasser mit einem hohen Calciumgehalt verursacht vor allem nach Erwärmung auf über 60 °C Kesselstein. Calcium darf gemäß Trinkwasserverordnung einen Wert von 400 mg/l nicht überschreiten.
Mg
Magnesium
12 24.30Magnesium ist ein Mineralstoff, der für die Funktion von Nerven und Muskulatur wichtig ist. Viele tierische und pflanzliche Lebensmittel enthalten Magnesium. Magnesium ist mitursächlich für die Wasserhärte. Die Trinkwasserverordnung nennt einen Grenzwert von 50 mg/l.
Cd
Cadmium
48 112.41Cadmium wird in Legierungen, Akkumulatoren und als Stabilisator für PVC verwendet. Müllverbrennung und belastete Klärschlämme gelten als wesentliche Cadmiumquellen. Laut Trinkwasserverordnung darf Trinkwasser maximal 0,005 mg/l Cadmium enthalten.
As
Arsen
33 74.92Viele Wasservorkommen enthalten erhöhte natürliche Arsenkonzentrationen. Organische Arsenverbindungen sind häufig giftiger. Bei chronischer Aufnahme geringer Mengen können bestimmte Karzinome (z. B. Hautkrebs) auftreten. Die Trinkwasserverordnung schreibt einen Grenzwert von 0,01 mg/l vor.
S
Schwefel
16 32.07Sulfat gehört zu den natürlichen Wasserinhaltsstoffen. Erhöhte Sulfatbelastungen können z. B. auf Deponiesickerwässer oder Düngereinsatz zurückzuführen sein. 240 mg/l dürfen im Trinkwasser maximal vorhanden sein.
Hg
Quecksilber
80 200.59Über Müllverbrennung, Leuchtstoffröhren, Akkumulatoren, Amalgam und elektronische Bauteile gelangt Quecksilber in die Umwelt. Grenzwert im Trinkwasser: 0,001 mg/l.
U
Uran
92 238.03In gebundener Form liegt Uran häufig in Buntsandstein- und Keuperformationen vor. Landwirtschaftlicher Phosphordünger kann ebenfalls Spuren ins Grundwasser eintragen.
Elektrische Leitfähigkeit
Maß für den Gehalt an gelösten Salzen im Wasser. Veränderungen können auf Verunreinigungen hinweisen.
pH-Wert
Zeigt, ob Wasser sauer, neutral oder alkalisch ist. Soll zwischen 6,5 und 9,5 liegen.
Ammonium
Hinweis auf organische Belastung (z. B. fäkale Einträge). Grenzwert: 0,5 mg/l.
Nitrat
Wird durch Düngung in Böden eingebracht. Grenzwert im Trinkwasser: 50 mg/l.
Gesamt-Phosphor
Fördert Eutrophierung von Gewässern und Sauerstoffarmut.
E. coli
Hinweis auf Belastung mit Darmkeimen. Im Trinkwasser nicht zulässig.
Enterokokken
Können Infektionen auslösen und zeigen mikrobiologische Belastung an.
Ergebnis: Ein technisch sauber ausgebauter Brunnen mit definierter Filterzone, stabilem Ringraumaufbau und nachvollziehbarer Dokumentation.
Blenden Sie Schichten ein oder aus, um den Aufbau zu verstehen. Der Brunnen (Verrohrung, Filterstrecke und Filterkies) ist schematisch in der Mitte dargestellt.
Hinweis: Die Darstellung ist schematisch. Der tatsächliche Schichtenaufbau wird während der Bohrung anhand des Bohrguts begutachtet.